Erfahrungsbericht über Saugkürettage in München

Der Bereich für alle Anwendungen/Maßnahmen, die man selbst nicht ausführen kann. zB. Botox spritzen, Schweissdrüsenabsaugung, aber auch Psychotherapie usw.

Moderatoren: Dedee, schwitzen_com, Schweißbrille

Benutzeravatar
cinnamon
Feuchtling
Feuchtling
Beiträge: 23
Registriert: 10.Mai 2008, 22:29
Geschlecht: Weiblein
Wohnort: Nordish by Nature

Erfahrungsbericht über Saugkürettage in München

Beitrag von cinnamon » 18.Mai 2009, 9:14

TAG 0

Moin moin,

so nun endlich kann ich mit meinem Bericht starten! So lange habe ich draufgewartet und morgen gehts erstma quer durch Deutschland nach München! :D *endlichwiederfliegen*
Ich bin 22 und leide nun mehr als 10 Jahren an axiliärer Hyperhidrose. Nach einem nicht enden wollenden Ärtzemarathon (bei dem mir keiner helfen konnte bzw der Standardspruch "Schwitzen ist doch gesund" kam), unzähligen Salben, Cremes und Deos, autogenem Training, Homöopathiekur usw hab ich nun echt keine Lust mehr und endlich das nötige Geld für die OP zusammen :)
Ich werde so gut es geht täglich berichten wies mir vor/während/nach der OP ging und geht und auch geenügend anschauliche Fotos machen. Vll kann ich dann anderen damit ihre Angst bzw Bedenken nehmen.
Klar, bin ich nun 1 Tag bevors los geht auch aufgeregt und hab a bissl Angst, aber ich gehe sehr positiv daran und vertraue Dr. Schick, dass alles gut laufen wird. Mich erwarten die Tage in München, an denen ich da bin, 26-29°C :sun: :sweat: Also super Zeitpunkt um im Biergarten :beer: seinen (hoffentlich) letzten Schwitztag zu "feiern" (irgendwie komisches Wort in Verbindung damit)...

Morgen Mittag kommt erst mal das Vorgespräch und Schwitztest (davor graut mir schon...) und dann am Mittwoch die OP :? :shock: , Donnerstag die Drainage raus und dann gehts auch schon wieder nach Hause.

Ich werd Euch auf dem laufenden halten!

LG Cinnamon

Benutzeravatar
Simse
Wasserfall
Wasserfall
Beiträge: 1450
Registriert: 21.Apr 2008, 18:38
Geschlecht: Weiblein
Wohnort: im Hohenlohischen

Re: Erfahrungsbericht über Saugkürettage in München

Beitrag von Simse » 18.Mai 2009, 9:58

Hab ich zwar schonmal, aber trotzdem wünsch ich dir eine erfolgreiche OP und danach eine gute Genesung ;) Bin schon gespannt auf deine Berichte...
Bild

Benutzeravatar
cinnamon
Feuchtling
Feuchtling
Beiträge: 23
Registriert: 10.Mai 2008, 22:29
Geschlecht: Weiblein
Wohnort: Nordish by Nature

Re: Erfahrungsbericht über Saugkürettage in München

Beitrag von cinnamon » 18.Mai 2009, 10:00

Danke Dir sehr, Simse! Je mehr positives ich dazugesagt bekomme desto mehr hilfts auch gegen die Aufregung zu kämpfen ;)

Benutzeravatar
cinnamon
Feuchtling
Feuchtling
Beiträge: 23
Registriert: 10.Mai 2008, 22:29
Geschlecht: Weiblein
Wohnort: Nordish by Nature

Re: Erfahrungsbericht über Saugkürettage in München

Beitrag von cinnamon » 20.Mai 2009, 17:37

Bin grad von der OP wiedergekommen und sitze entspannt im Hotelzimmer, sodass ich nun von Tag 1 und 2 berichten kann :)

TAG 1

Pünktlich zum vereinbarten Termin war ich in der Praxis von Dr. Schick. Nach der Anmeldung bei seinen sehr netten Arzthelferinnen, wurde auch gleich der Schweißtest gemacht, der angekündigt worden war. Ich bekam Sensoren mit Klebeband an Stirn, Hand, Rücken und Oberschenkel drangemacht und musste ein Glas mit heißem Wasser trinken. Nach einer viertel Stunde wars schon vorbei und ich musste nur noch 1 Minute mir Papiertücher unter die Achseln klemmen, die danach gewogen wurden.
Danach gab es noch ein Aufklärungs- bzw. Vorgespräch mit Dr. Schick in seinem schönen Büro, mit wirklich angenehmer Atmosphäre. Ich habe mich nicht wie bei einem Arzt in seinem Büro, sondern eher wie in seinem Wohnzimmer in den großen Ledersesseln gefühlt ;) Er hat alle aufkommenden Fragen genau und ausführlich beantwortet und mich auf mögliche Risiken hingewiesen.
Ich konnte also entspannt den nächsten Tag der OP erwarten...

TAG 2 (Tag der OP)

Nach einer etwas unruhigen Nacht (wegen der Aufregung), habe ich mich zum Isar Medizin Zentrum begeben, in dem die OP stattfinden sollte. Es ist ein sehr schönes, neues Krankenhaus, das vom äusseren Aussehen und der Rezeption her eher wie ein schickes Bürogebäude aussieht. Nach der Anmeldung wurde ich zu meinem Krankenbett geführt und musste diesen schönen grünen OP-Kittel mitsamt Häubchen anziehen :oops:
Danach hies es erstmal warten bis ich von einem Pfleger mit einer wunderbar vorgewärmten Decke abgeholt und vor den OP gefahren wurde. Danach wieder warten...
Nach ca 10 Min kam Dr. Schick, sagte, dass sie gerade den OP-Raum vorbereiten würden und wir das dann ganz entspannt angehen. Als der OP-Raum fertig war, gings auch schon los. Ich wurde desinfiziert und mit Tüchern abgeklebt und die OP konnte beginnen. Das Setzen der insgesamt 12 Betäubungsspritzen war ganz easypeasy (ich hatte es mir grauenvoll vorgestellt) und auch der Rest der OP war total schmerzfrei. Das einzige was mich ein bischen gestört hat war, dass mein linker Arm eingeschlafen ist (ich musste die Arme die ganze Zeit nach hintenhalten (ich lag aufm Rücken), damit er natürlich an die Achseln kommt) und dass es ein bischen kalt war, weil ich oben ohne daliegen musste (aber auch hier vollkommen verständlich, weil er ja sonst nich an die Achseln kommt; war nur a bissl peinlich vor dem jungen Assistenzarzt, der zugeschaut hat :bag: ). Aber von der OP selbst war ich ziemlich unbeeindruckt, weil sie komplett schmerzfrei war. Dr. Schick, die Schwestern und ich haben uns nett unterhalten, sodass ich zwischendurch gar nich mehr verfolgt hab, was genau er gerade macht.
Als er fertig war, wurden mir Drainagen gelegt, die morgen rauskommen und ich wurde wieder zu meinem Platz gefahren und konnte mich anziehen. Dort wartete schon eine bayerische Brezn und etwas zu trinken auf mich. Nach einem kurzen Nachgespräch mit Dr. Schick konnte ich die Klinik wieder verlassen. Mit dabei meine Drainageschläuche samt Auffangbehältern. Ich finde, es sieht ein bischen wie Magaritacocktails aus ;)
Das ist nun ungefähr 2 Stunden her und ich habe (noch) keine Schmerzen. Morgen gehts nochmal zur Nachuntersuchung und zum Entfernen der Drainageschläuche und dann kann ich auch schon wieder den Heimweg antreten mit der großen großen Hoffnung, dass die OP erfolgreich war und ich nun endlich trocken bin...

Benutzeravatar
Simse
Wasserfall
Wasserfall
Beiträge: 1450
Registriert: 21.Apr 2008, 18:38
Geschlecht: Weiblein
Wohnort: im Hohenlohischen

Re: Erfahrungsbericht über Saugkürettage in München

Beitrag von Simse » 20.Mai 2009, 21:30

Och der junge Assistenzarzt wird dich bestimmt positiv in Erinnerung behalten ;) Dann liegst du gerade mit Drainagen im Hotel? Hast du keine Schmerzen? Hört sich bisher nich tragisch an - mal hoffen, dass die Nacht auch so entspannt wird... Ich wünsch dir nen ruhigen Schlaf!
Bild

Benutzeravatar
cinnamon
Feuchtling
Feuchtling
Beiträge: 23
Registriert: 10.Mai 2008, 22:29
Geschlecht: Weiblein
Wohnort: Nordish by Nature

Re: Erfahrungsbericht über Saugkürettage in München

Beitrag von cinnamon » 21.Mai 2009, 21:16

TAG 3

So, bin wieder zu Hause gelandet und es geht mir gut! Die Nacht war den Umständen entsprechend ziemlich entspannt (musste halt mit meinen beiden "Cocktail"-Drainagen-Auffangflaschen und den dazugehörigen Kabeln mein Bett teilen und aufm Rücken schlafen, obwohl ich sonst Seitenschläfer bin...aber nix dramatisches).
Um 10 Uhr morgens hatte ich wieder einen Termin in der Klinik, um die Drainagenschläuche entfernen zu lassen. Wirklich viel war sowieso nicht in den Auffangflaschen. Dr. Schick fragte mich ausführlich wies mir geht und wie die Nacht mit den Drainageschläuchen war. Danach tastete er noch einmal die Achseln ab, nachdem er den Verband (der auch nur aus einem etwas größeren Pflaster bestand) abgenommen hatte. Alles war gut und er erklärte mir noch wie ich nun in nächster Zeit die Haut dehnen soll. Als er dann aber die Drainageschläuche rauszog, musste ich schon ein bischen die Zähne zusammenbeißen, weil es doch zeimlich unangenehm war. Aber ganz ehrlich... das war der "schlimmste" Moment von allem drum und dran. Ohne Schläuche wars auch gleich viel besser und es kamen nur noch kleine Pflasterchen auf die Wunden. Ich sollte die Arme heute noch schonen und nicht nach oben bewegen und falls zu Hause noch fragen aufkommen, kann ich jederzeit anrufen oder ne Mail schreiben.
Aber der Flug und der Rest der Reise waren gar kein Problem. So langsam habe ich auch kaum noch Schmerzen und werde morgen anfangen die Arme etwas zu heben. Ein bischen blaue Flecken sind da, aber auch das nicht dramatisch.

Bis hierhin würde ich jedem, der mit dem Gedanken spielt sich mit einer Saugkürettage operieren zu lassen, es 100% bei Dr. Schick empfehlen, weil ich mich zu jeder Zeit gut aufgehoben und umsorgt gefühlt habe! :first: Jetzt muss nur noch das Ergebnis stimmen (aber habe bis jetzt noch nicht wieder an den Achseln geschwitzt und das is echt ma ein gutes Zeichen bei mir!)...

Benutzeravatar
Dedee
Administrator
Administrator
Beiträge: 1184
Registriert: 21.Apr 2008, 19:24
Geschlecht: Weiblein

Re: Erfahrungsbericht über Saugkürettage in München

Beitrag von Dedee » 22.Mai 2009, 0:37

Hört sich super an!

Ich wünsche dir eine schnelle Heilung! :D
Liebe Grüße
Dedee

*****

Bitte haltet euch an die Forenregeln und nutzt die Suchfunktion.
Kommerzielle Links haben (außer im kommerziellen Bereich) übrigens keine Chance und werden gelöscht! :thumb:

Benutzeravatar
cinnamon
Feuchtling
Feuchtling
Beiträge: 23
Registriert: 10.Mai 2008, 22:29
Geschlecht: Weiblein
Wohnort: Nordish by Nature

Re: Erfahrungsbericht über Saugkürettage in München

Beitrag von cinnamon » 22.Mai 2009, 15:27

TAG 4

War heute das erste Mal wieder unter Menschen und in der Uni :) Nach stundenlangem Rumsitzen, beschloß ich dann noch ein bischen in der Stadt zu gucken. Alle Welt hat wohl heute wegen dem Brückentag frei, denn in den Geschäften war es überall brechend voll... und HEISS. Aber ich habe nicht ein bischen unter den Armen geschwitzt :grpwave: :grpwave: (und es kleben nur 2 kleine Pflaster über den Wunden, also ein Verband konnte es nich überdecken falls was geflossen wäre). Hab schon angefangen meine Dehnübungen zu machen, damit ich bald auch wieder meine Arme hoch bekommen kann. Bin jetzt total zufrieden, weil ich mich nicht erinnern kann, wann (und ob überhaupt schonmal) ich in der Stadt in warmen Geschäften mit vielen Leuten war und NICHT geschwitzt habt! Jipppiyeahjappadappaduuuhuu :rock:
Ich hoffe es bleibt auch so und zwar für immer...

Benutzeravatar
Simse
Wasserfall
Wasserfall
Beiträge: 1450
Registriert: 21.Apr 2008, 18:38
Geschlecht: Weiblein
Wohnort: im Hohenlohischen

Re: Erfahrungsbericht über Saugkürettage in München

Beitrag von Simse » 22.Mai 2009, 15:36

:grpwave: Ich freu mich für dich! Das hört sich wirklich toll an.
cinnamon hat geschrieben:Jipppiyeahjappadappaduuuhuu
Das drückt wohl sehr gut aus wie du dich gerade fühlst :mrgreen:
Bild

Benutzeravatar
cinnamon
Feuchtling
Feuchtling
Beiträge: 23
Registriert: 10.Mai 2008, 22:29
Geschlecht: Weiblein
Wohnort: Nordish by Nature

Re: Erfahrungsbericht über Saugkürettage in München

Beitrag von cinnamon » 22.Mai 2009, 18:26

Danke Simse und Deedee!
Ja, ich bin immer noch etwas perplex, dass ein so großes langjähriges Problem so einfach und schnell zu beseitigen war :D

Bärenmarke
Wasserläufer
Wasserläufer
Beiträge: 107
Registriert: 18.Apr 2009, 17:30
Geschlecht: Weiblein

Re: Erfahrungsbericht über Saugkürettage in München

Beitrag von Bärenmarke » 22.Mai 2009, 22:30

@ cinnamon
Das freut mich ebenfalls für Dich, dass es offenbar erfolgreich verlaufen ist.

Ich schwitz ja noch, mal mehr mal weniger....auch überwiegend axilliär, und das schon länger als 10 J.
Aber bis jetzt habe ich einfach nicht den Mut für einschneidende Maßnahmen. Erst kürzlich habe ich nach diesem Stichwort (Titel dieses Threads) gegoogelt, und bin spontan auf einen negativen Erfahrungsbericht gestoßen. :?
Da war die Rede davon, dass diese Maßnahme wohl nicht bei Jedem gleich "funktioniert", und dass man das VOR der OP nicht vorhersagen kann. Auch finanziell gesehen weiß ich 'ne Menge andere Dinge, die ich lieber davon kaufen möchte....

Jedenfalls, schön, dass es Dir gut geht. :)

Gruß
Bärenmarke
.....wie der Eisbär, der auf seiner Scholle sitzt
und gerne einmal wissen würde, wie das ist, wenn man schwitzt ...

Wollen wir tauschen, Eisbär? ;)
(Textzeilen aus "Du kannst nicht alles haben"; geschrieben von Daniel Dickopf)

Benutzeravatar
cinnamon
Feuchtling
Feuchtling
Beiträge: 23
Registriert: 10.Mai 2008, 22:29
Geschlecht: Weiblein
Wohnort: Nordish by Nature

Re: Erfahrungsbericht über Saugkürettage in München

Beitrag von cinnamon » 22.Mai 2009, 23:02

@bärenmarke:

Ja, das habe ich auch gelesen. Aber man darf sich von sowas auf keinen Fall verunsichern lassen! Mehr als versuchen kann mans sowieso nich und was hat man schon zu verlieren? Was is ein Versuch gegen jahrelanges Leiden? Ich für mich hab mich entschieden, es zu versuchen und noch weiß ich ja nich obs vll doch wiederkommt. Aber allein heute schwitzfrei inner Bluse durch die Stadt zu gehen und nich immer nur aufs Schwitzen zu achten, wars mir schon wert! Und so massiv wies vorher war, wirds bestimmt nicht mehr... Ausserdem macht es auch immer noch einen Unterschied zu welchem Arzt man geht, bin ich der Meinung. Mittlerweile versuchen sich ja auch "stinknormale Schönheitschirurgen ohne große HH-Erfahrungen" sich an unser Krankheit zu bereichern, aber ich war halt beim Spezialisten (deutsches Hyperhidrosezentrum) und würde es immer wieder so machen.

Ich musste die OP zwar zunächst selbst bezahlen, aber versuche mit meinem Hausarzt und meiner Psychologin mir die OP von der Krankenkasse erstatten zu lassen. Aber auch wenn ich kein Geld wieder bekomme, tuts zwar finaziell weh aber mir wars das lange Sparen wert.

Ich möchte noch einmal betonen: Für alle die Angst vor der OP, vor Spritzen, Krankenhäusern oder sonstigem haben: ES IST NICHT SCHLIMM UND DIE MÜHE WERT! TRAUT EUCH!

Sommerfloh
Feuchtling
Feuchtling
Beiträge: 3
Registriert: 25.Mai 2009, 15:07
Geschlecht: Weiblein

Re: Erfahrungsbericht über Saugkürettage in München

Beitrag von Sommerfloh » 25.Mai 2009, 15:18

Hallo Cinnamon,
vielen lieben Dank für Deinen ausführlichen Bericht! Der macht wirklich Mut. Bin auch ziemlich am verzweifeln. Hab schon alles ausprobiert (ALCL, ODaban, Iontophorese, Vagantin etc.). Es bleibt wohl nur noch die Saugkürettage als letzter Hoffnungsschimmer.

Hätte da mal noch ein paar Fragen an Dich:
1) Was hat denn die ganze OP nun im Endeffekt gekostet? Damit ich weiß welche Summe da auf mich ungefähr zukommt?
2) Kannst Du mir nochmal die genauen Kontaktdaten (Adresse, Tel-Nr., Homepage) von Dr. Schick nennen. Finde ihn so spontan und auf die Schnelle im Internet leider nicht.
3) Wie sieht es denn momentan mit dem Schwitzen bei Dir aus? Hat die OP wirklich so viel gebracht, sprich ist sie ihr Geld wert?

Vielen lieben Dank für Deine Auskunft!
LG
Sommerfloh

Benutzeravatar
cinnamon
Feuchtling
Feuchtling
Beiträge: 23
Registriert: 10.Mai 2008, 22:29
Geschlecht: Weiblein
Wohnort: Nordish by Nature

Re: Erfahrungsbericht über Saugkürettage in München

Beitrag von cinnamon » 25.Mai 2009, 17:24

@ sommerfloh: Bitte,bitte ;) Dazu war der Bericht auch gedacht - anderen die Angst zu nehmen und Mut zu machen :)

1) Die OP hat 1300 € gekostet + Schweißtest 100,55 € (damit kann das evtl. aufkommende kompensatorisches Schwitzen besser eingeschätzt werden, ist bei Dr. Schick "Pflicht") + Flug/Unterkunft/Verpflegung = also ca. 1700 € komplett mit allem. Ich versuche aber mit meinen Ärzten wenigstens einen Teil von der Krankenkasse wieder zu bekommen...

2) http://www.hyperhidrose.de dort findest Du alle nötigen Informationen und auch die Telefonnummer von seinen sehr sehr netten und verständnisvollen Sprechstundenhilfen zur Terminabsprache und Information.

3) Bei mir hat es sich bis jetzt auf alle Fälle 100% gelohnt! Es ist ein völlig neues Lebensgefühl schon jetzt, noch nicht mal eine Woche nach der OP. Endlich macht Shoppen gehen richtig Spaß, obwohl meine Achseln noch etwas wehtun. Ich würde es jedem empfehlen und es jederzeit wiedermachen! Ich bin bis jetzt komplett trocken. Die OP ist also jeden Cent wert!

FALLS SONST NOCH FRAGEN BESTEHEN: FRAGT! ICH BEANTWORTE SIE GERNE, DENN ICH KENN JA EURE SITUATION NUR ALLZU GUT ;)


TAG 5 nach der OP

Heute war ich mal wieder (wie die letzten Tage schon öfter) shoppen :) Es ist sooo schön und toll! Endlich kann ich mich über Wärme, Sommer und tolle neue Klamotten freuen 8) Manchmal kann ich es selbst noch nicht richtig glauben...
Es kleben immer noch Pflaster auf den Wunden, die Achseln sind auch noch ziemlich grün-blau-rot und tun noch etwas weh, aber es geht jeden Tag ein bißchen besser. Hatte heute wegen der Pflaster noch eine leichte Jacke über meinem Tanktop und dachte die ganze Zeit, dass "die Suppe wieder läuft", weil mir auch ziemlich warm war. Aber...nix, rein gar nix! :D :D :D
Ich mache täglich meine Dehnübungen und denke, dass ich nächste Woche bei meinem Umzug gut mithelfen kann.

Leider weiß ich nicht genau wie ich Bilder hochladen kann. Vll weiß jemand von den Mods da mehr??? Würde gerne Interessierten zeigen wie die Achseln nach so einer OP aussehen.

jo44
Feuchtling
Feuchtling
Beiträge: 5
Registriert: 11.Mai 2009, 20:02
Geschlecht: Weiblein

Re: Erfahrungsbericht über Saugkürettage in München

Beitrag von jo44 » 25.Mai 2009, 21:08

hallo hallo hallo!
ich freu mich riesig für dich, dass das alles bis jeztt so gut verlaufen ist :)
ich glaub bei mir war das ganze etwas anders, zumindest hatte ich keine schläuche etc. aber jeder hat da vielleicht so seine technik.
das blusenphänomen ist super, oder? ich konnte früher nie welche tragen, und jetzt liebe ich sie :mrgreen:
also dann, toi toi toi. . .

Benutzeravatar
cinnamon
Feuchtling
Feuchtling
Beiträge: 23
Registriert: 10.Mai 2008, 22:29
Geschlecht: Weiblein
Wohnort: Nordish by Nature

Re: Erfahrungsbericht über Saugkürettage in München

Beitrag von cinnamon » 25.Mai 2009, 21:43

@jo44: Dankeschön :) :hug:
Hihi Blusenphänomen... Du sagst es! Das is das richtige Wort dafür. Ich kann mich in den Geschäften gar nich mehr satt sehen und muss mich echt zurückhalten. Früher bin ich immer nur mitm Tunnelblick ins Geschäft und so schnell wie möglich wieder raus... :x_x: und jetzt komplett das Gegenteil :flower:

Benutzeravatar
cinnamon
Feuchtling
Feuchtling
Beiträge: 23
Registriert: 10.Mai 2008, 22:29
Geschlecht: Weiblein
Wohnort: Nordish by Nature

Re: Erfahrungsbericht über Saugkürettage in München

Beitrag von cinnamon » 25.Mai 2009, 23:58

Vielen Dank an Simse für die Anleitung zum Hochladen der Bilder!
Die Bilder hab ich vor 2 Tagen (also 3 Tage nach der OP) gemacht. Wenn die Pflaster ab sind, mach ich nochma eins. Ich hoffe es is nicht allzu schlimm anzuschauen :shock: Oben sind die Wunden, wo die Drainageschläuche rauskamen, unten dort wo das Absaug-abschab-Ding reingekommen is...

Bild Bild

Sommerfloh
Feuchtling
Feuchtling
Beiträge: 3
Registriert: 25.Mai 2009, 15:07
Geschlecht: Weiblein

Re: Erfahrungsbericht über Saugkürettage in München

Beitrag von Sommerfloh » 26.Mai 2009, 9:30

Hallo Cinnamon,
1000000 Dank für Deine Offenheit und die anschaulichen Bilder!! Auch wenn sie einen auf den ersten Blick natürlich ein wenig schlucken lassen :( . Aber andererseits hätte ich mir alles sogar noch viiiiel viel schlimmer vorgestellt. Das sind ja dann doch relativ humane Pflaster und die rot-blau-gelben Verfärbungen gehen ja denke ich hoffentlich komplett weg, oder?

Wie sieht es denn mit Schmerzen aus? Gerade die bläulich-gelb-roten Verfärbungen machen mir zumindest schon vom Hinsehen Schmerzen. Hattest Du denn nach der OP bzw. die Tage danach und jetzt noch richtige Schmerzen? Oder lediglich beim Arm nach oben heben?

1300 Euro, sehr spannend. Ich habe nämlich hier bei mir einen Hautarzt, der wohl alles für 300 pro Achsel (????, wie soll das gehen?) machen will. Allerdings macht der "nur" eine Kürettage. Was ist da eigentlich der Unterschied, oder gibt es da gar keinen?

Hat Dr. Schick Dir etwas dazu gesagt, wie es mit einer evtl. "Reaktivierung/Nachwachsen" der Schweißdrüsen aussieht? Habe davon gehört/gelesen, dass es so etwas wohl geben soll (möchte Dir jetzt natürlich nicht die Freude über Deinen Erfolg vermiesen!! muss ja auch nicht bei jedem Fall eintreten!!).

Nochmals herzlichen Dank für Deinen informativen Bericht und die Beantwortung der vielen Fragen!
Freu mich total für Dich, dass Du jetzt einfach die Klamotten kaufen kannst, die Dir gefallen! Ohne auf das ewige "ist es Schweiß-Kompatibel" achten zu müssen. Super!

Liebe Grüße
Sommerfloh

Benutzeravatar
cinnamon
Feuchtling
Feuchtling
Beiträge: 23
Registriert: 10.Mai 2008, 22:29
Geschlecht: Weiblein
Wohnort: Nordish by Nature

Re: Erfahrungsbericht über Saugkürettage in München

Beitrag von cinnamon » 26.Mai 2009, 19:20

Bild

So habe hier mal ein Bild von der Rechnung gemacht. So ist das alles zusammengesetzt. Manchmal denke ich auch "Boa so viel für relativ wenig Einsatz..." Aber das ist ja nach der GOÄ festgesetzt und jeder Arzt würde es nach dieser Verordnung bekommen.

@sommerfloh: Gerne beantworte ich alle fragen immer ausführlich. Ich selbst habe vor der OP auch einige Erfahrungsberichte gelesen, die teilweise nur sehr kurz gefasst waren und ich wollte es halt ein bischen besser, ausführlicher und somit informativer machen... ;)

ICH WARNE DAVOR, SO EINE SACHE BEI EINEM "NORMALEN HAUTARZT" ZU MACHEN! ES IST EINE CHIRURGISCHE OP UND SOLLTE (MEINER MEINUNG NACH) NUR VON SPEZIALISTEN DURCHGEFÜHRT WERDEN. Es ist natürlich die Sache von einem selbst, aber mir wäre unwohl dabei und das Ergebnis kann dann vll auch nicht das gewünschte sein...

Apropos: Dr. Schick hat natürlich auch gesagt, dass man nie garantieren kann, ob man wirklich komplett schweißfrei bleibt. Allerdings meinte er gibt es 80% Wahrscheinlichkeit, dass das Schwitzen nicht wiederkommt. Allerdings kann man auch erst nach 2 Jahren sagen, dass sich keine Schweißdrüsen mehr nachbilden. Denn die Schweißdrüsen werden durch die Kürettage "gekappt" und vernarben dann, sodass sie keinen Schweiß mehr produzieren können. Sie können sich aber (innerhalb von 2 Jahren) erholen und wieder von neuem anfangen. Allerdings ist es auch dann nicht mehr so massiv wie vorher... und das war eigentlich der Grund warum ich das Alles gemacht hab. Natürlich wäre es toll, wenn jetzt überhaupt kein Schweiß mehr fließt. Aber auch wenn jetzt noch ein bischen was kommt und vll 30% von dem was vorher war noch auftritt, wäre ich auch zufrieden. Aber ich hoffe natürlich auf 100% weiterhin Schweißfreiheit wie es im Moment ist :)

Ja, die Schmerzen haben sich, wie eigentlich alles an der Sache, ziemlich in Grenzen gehalten. Nach der OP direkt hatte ich keine Schmerzen. Die erste Nacht mit den Drainageschläuchen drin war etwas unangenehm und als die Schläuche entfernt wurden, wars auch nich soo der Burner. Aber alles nicht dramatisch und mit wenigen Schnerztabletten sehr gut auszuhalten... und jetzt 6 Tage nach der OP hab ich fast gar keine mehr, nur wenn ich die Arme zu ruckartig nach oben hebe. Ich hab aber auch täglich brav meine Dehnübungen gemacht :)

Die "bunten" Flecke werden nun auch jeden Tag etwas leichter und gehen irgendwann natürlich auch wie normale blaue Flecke komplett weg. Aber ich hab immer noch Pflaster drauf, weil ich wirkich sicher sein will, dass die kleinen Schnitte gut zusammenwachsen.

Den Unterschied zwischen Kürettage und Saugkürettage kann ich nun auch nich so gut erklären wie z.B. ein Arzt. Ich kann nur das Widergeben, was mir aus dem Gespräch mit Dr. Schick und der OP in Erinnerung geblieben ist: Also bei der Saugkürettage wird zuerst die obere Hautschicht von den anderen abgetrennt (d.h. abgeschnitten), dann werden die Schweißdrüsen und Hautschicht mittels eines "Schabers" (so hat es sich jedenfalls angefühlt) gekappt und abgekratzt. Danach wird dies alles abgesaugt und die Haut wächst wieder zusammen. So in der Art.
Aber wer weitere Informationen dazu haben will, einfach bei Dr. Schick anrufen. Dort bekommt man alle wichtigen Informationen.


FÜR ALLE KRITIKER (falls es sie denn gibt): :sorry: Das hört sich hier vll alles wie eine Verkaufspräsentation wie auf HSE24 oder QVC für OPs bei Dr. Schick an, aber ich bin so begeistert von ihm und von dem Ergebnis und wünsche dies vielen anderen HH-Betroffenen auch, sodass ich ihnen Mut machen und sagen will, dass Dr. Schick einfach ein toller vertrauenswürdiger Arzt ist!
Zuletzt geändert von Simse am 26.Mai 2009, 20:15, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Die Farbe rot wird auch von uns Mods verwendet. Damit es nicht zu Verwechslungen kommt habe ich daher deinen Text blau gefärbt.

ewa
Feuchtling
Feuchtling
Beiträge: 1
Registriert: 03.Jun 2009, 13:19
Geschlecht: Weiblein

Re: Erfahrungsbericht über Saugkürettage in München

Beitrag von ewa » 03.Jun 2009, 14:32

Hallo,
habe mich auch operieren lassen und zwar vor ca. 1 Jahr von dr. Schick in München.
Habe sehr stark an Händen und unter den Achseln geschwitzt, das wurde von Ihm erfolgreich behoben. Die Op ist schmerzfrei und wird unter Vollnarkose durchgeführt. Die Kosten übernimmt die Kasse. Vor einer Woche habe ich mich auch erst mal an der recten seite am Bauch aufschneiden lassen da ich auch an den Füßen stark geschwitzt habe, das empfand ich als etwas schmerzhafter aber jeder verträgt ja auch die Narkose anders undd ich fast gar nicht. Das Schwitzen ist am rechten Fuß weg, habe aber das Gefühl dass ich an den Händen wieder etwas schwitze. Habe aber den nächten Termin in zwei Wochen und werde das in Erfahrung bringen ob das normal ist. Ansonsten bin ich mit der Op und Dr. Schick sehr zufrieden und würde jedem dazu raten der stark schwitzt.

Antworten