Laktate

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Hence
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Laktate

Beitragvon Hence » 31.Dez 2016, 19:07

Einen guten vorneujahrlichen Abend euch allen!

Ich hoffe ihr erlaubt mir einen kurzen Abstecher in die hyperhidrosis gefielde, auch wenn mein hauptthemengebiet die bromhidrose darstellt.

Wir haben mit einer privaten Miniarbeitsgruppe angefangen eine theoretische top down analyse mithilfe von großen Bioinformatikdatenbanken zu machen.

Wir konnten einen ersten sinnvollen metabolischen pfad für bromhidrose ausmachen, leider entstehen bei bromhidrose extrem persistente chemikalien, daher ist ein schneller ursache-wirkungscheck dort schwieriger.

Im moment haben wir den kompletten abbaumechanismus von kohlenhydraten im auge. Das spannende ist, dass wir bei der fallberichtanalyse auf lactate (milchsäuresalz) aufmerksam geworden sind.

Kurze Fakten:
 - bei laktatazidose wurde beobachtet, dass trotz stabilisierung der azidose weitere zeit exzessives schwitzen auftrat.
- bei medikamenten die laktate als träger nutzen kommt es zu häufiger hyperhidrose
- bei laktoseintoleranz werden im dickdarm durch bakterien laktate gebildet. Diese sorgen dort für eine osmotische regulation bei der massiv wasser in den dickdarm eingeschwemmt wird. Das ergebnis ist der übliche durchfall.

Unsere annahme:
Laktate agieren als direkter chemischer major trigger für die osmotische regulierung der ekkrinen schweißdrüsen.

Laktate entstehen in der regel durch zuckerverbrauchende aktivität der hauptmuskelgruppen. (wodurch dieser chemische trigger relativ gut wäre um den körper präventiv zu kühlen)

Bei einem angenommenen leichten enzymdefekt des wiederaufbaus des zuckerspiegels durch laktate (gluconeogenesis) in der leber würden laktate sich im blutstrom ansammeln. Die theoretische erwartung ist, dass an peripheren stellen des blutstroms nach den hauptmuskelgruppen (glucoseverbraucher) wenn das blut in kapillargefäße übergeht der hauptkontakt zwischen ekkrinen drüsen und blutlaktat besteht.

An der stelle hätten wir gerne von euch feedback, ob die theoretischen erwartungen zutreffen:

Verstärkt sich bei vermehrtem milchzuckerkonsum bspw. durch Milch nach wenigen tagen die hyperhidrosis?

Ist das bei jeglichem zuckerkonsum bzw., genauso bei leichtverdaulichen kohlenhydraten (stärke, kartoffeln, nudeln, etc.) ebenso der fall?

Reduziert sich die HH durch reduktion von leichtverdaulichen kohlenhydraten in der diät?

(Bei der bromhidrose ist es scheinbar eher die kombination von schwerverdaulichen stärkeanteilen und wieder glucose)

Hat evtl. jemand (sportler) ein laktatmessgerät und hat die laktatwerte einmal gemessen?

Viele Grüße und guten rutsch euch,
Hence

Kat99
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Re: Laktate

Beitragvon Kat99 » 11.Apr 2018, 16:49

Hallihallo,

Ich antworte ein bisschen spät, möchte aber trotzdem gerne meine Erfahrungen kundtun :)

Ich hatte vor etwa einem Jahr ähnliche Vermutungen und habe deshalb - trotz meiner Liebe zu allen Arten von Käse - circa 3 Monate milchfreie Ernährung durchgezogen. Leider konnte ich keinerlei Verbesserung feststellen und habe das Ganze deshalb auch wieder abgebrochen.

Trotzdem habe ich das Gefühl, wenn ich morgens viel Milch trinke, über den Tag mehr zu schwitzen. Aber vermutlich spielen da noch anderer Faktoren mit rein. Warum muss das alles so kompliziert sein?? :roll:

Bei anderen Kohlenhydraten sind mir noch keine Zusammenhänge aufgefallen.

Finde es super, dass du dich mit den Ursachen von Hyperhidrose/Bromhidrose auseinandersetzt, viel Erfolg bei deiner Suche!

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Sammy
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Re: Laktate

Beitragvon Sammy » 11.Apr 2018, 21:05

Den Beitrag von Hence hatte ich ja gar nicht gesehen gehabt.

Gibt's irgendwelche Neuigkeiten bei eurer Forschung?

Zusammenspiel zwischen Kohlenhydraten und HH kann ich von mir bestätigen. Auch Milch bzw. Milchzucker ist bei mir oft im Verdacht. Weitestgehend vermeide ich beide. "Normale" Kohlenhydrate vertrage ich nicht (Reizdarm, Durchfall, Schwitzen), sprich Dr. Oetker Pizza zum Beispiel. Die traditionelle von denen wiederum geht ganz gut. Gleiches Spiel mit Brot. Hier gibts glaube ich Harry Brot bei Sky, lass ich auch sein. Vor kurzem die "frischen" aufgebackten Brötchen bei Lidl für mich entdeckt, die vertrage ich deutlich besser. Ich vermute dass es deutliche Unterschiede in den Inhaltsstoffen gibt und/oder der Verarbeitung der Kohlenhydrate. Hab mich (aus Zeitgründen) aber nicht weiter mit beschäftigt.
In ketonen Ernährungszeiten, mach ich ab und zu, ist das Schwitzen deutlich weniger geworden, aber nie ganz weg gewesen.
Hatte auch mal mit Laktase experimentiert und auch medizinisch Unverträglichkeiten abgeklärt, war aber leider nichts.

Dennoch finde ich den Ansatz recht interessant und wenn du da mal was neues hast, gerne posten.

PS: obige Marken stellen keine Bewertung der Produkte dar, dienen aber dem Erfahrungsaustausch. Und mich würde schon interessieren, wie es anderen damit ergeht.

Beste Grüße


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