Verhaltenstherapie oder Psychotherapie - Erfahrung?

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Verhaltenstherapie oder Psychotherapie - Erfahrung?

Beitragvon hope » 13.Feb 2018, 13:07

Hallo zusammen,

Nach Jahren des vor mir Herschiebens möchte ich jetzt gerne eine Therapie machen, um im Idealfall die Bromhidrose zu mindern und zu verstehen bzw. einen Weg zu finden, damit umzugehen.

Nun bin ich überfordert mit dem Therapieangebot und welche Therapieform am effektivsten (Langzeit) ist: Verhaltenstherapie oder Psychotherapie. Zweitere kann ja sehr lange dauern, bis man seine ganze Lebensgeschichte erzählt hat. Andererseits kann ich mir vorstellen, dass das Problem tief liegt und man mit einer Verhaltenstherapie vielleicht nur die Symptome lindern kann, während die Ursachen weiterschwelen...?!

Gibt es hier im Forum Menschen, die Erfahrungen mit einer der beiden Therapieformen gemacht haben? :idea:
War es die richtige? Hilft euch Verhaltenstherapie im Alltag? Hilft euch Psychotherapie, oder ist es nur ein in der Vergangenheit wühlen, das einen zusätzlich belastet?

Für Antworten bin ich dankbar! :dankeschoen:

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Re: Verhaltenstherapie oder Psychotherapie - Erfahrung?

Beitragvon Tergift » 14.Feb 2018, 0:15

Ich mach seit 4 monaten psychotherapie und merk wie ich immer mehr zum arschloch werde, weil sich bei mir unterbewusst so ein hass eingeschlichen hat, den ich mit allem möglichen überdeckt hab. Deine Entscheidung, ob du das haben willst.

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Re: Verhaltenstherapie oder Psychotherapie - Erfahrung?

Beitragvon Tergift » 16.Feb 2018, 14:54

Sorry. Da hat wieder einmal mein OCD gesprochen :sorry:

Ich weiß nicht, was deine allgemeine Lebenssituation ist und wie deine Kindheit ist etc. Fakt ist, dass eine traumatische Kindheit sowas natürlich noch viel schlimmer macht, da ja ohnehin schon das Fehlen eines sicheren Umfelds schon für so viele Probleme (Angststörungen, Psychosen, Dissoziationen etc) sorgt.

Wenn deine Kindheit super war, du nie geschlagen, oder emotional missbraucht wurdest, super! In dem Fall würd ich dir CBT (Cognitive Behavioral Therapy) empfehlen. Sowas eignet sich perfekt für solche Fälle.

Solltest du jedoch schon vor der Bromhidrose schlimme Erlebnisse gehabt haben und allgemein sozial sehr ängstlich warst, ist wahrscheinlich eine Therapie wie Psychodrama sinnvoller, da somit allgemein ein Gefühl der Sicherheit, Vertrauen usw hergestellt wird.

Ich bin seit 4 Monaten in Psychodrama und hab damit beträchtlichen Fortschritt erzielen können, was das allgemeine Selbstbewusstsein, Sicherheit, Vertrauen in Menschen etc etc etc betrifft. Damit kümmert mich auch die Bromhidrose weniger.

Wenn das ganze bei dir, so wie bei mir, in krankhaftes OCD ausgeartet ist - also ständiges checken ob man was riecht und du auch sonst ständige ticks hast und so - dann könnte eine Therapie speziell für OCD am nützlichsten sein. Würde dazu aber milde Medikamente wie Sertralin oder auch CBD-Öl nehmen, da ja dein Selbstwertgefühl ordentlich geschwächt ist durch die Bromhidrose.

Wenn du mehr Infos haben möchtest, kannst du dich gerne bei mir melden! :) Viel glück!

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Re: Verhaltenstherapie oder Psychotherapie - Erfahrung?

Beitragvon hope » 19.Feb 2018, 23:00

Hallo,

danke für deine "Korrektur". Dachte schon, dass du da einen miesen Tag hattest.. :mmh:
Psychodrama sieht sehr interessant aus, Hut ab dass du dich daran traust und damit Erfolge erzielst!

Ich habe eine gute bis sehr gute Kindheit gehabt, habe aber trotzdem in der Pubertät Bromhidrose entwickelt. Die Ticks zur Kontrolle der Anderen auf Geräusche, Niesen, An-sich-riechen habe ich auch- es ist anstrengend und meine Konzentration wird davon beeinträchtigt, sonst habe ich aber keine Ticks.

Ich war vor kurzem bei einer Therapeutin zum Erstgespräch und hoffe, dass sie mir helfen kann. Ich habe ja die Vermutung, dass es eine soziale Phobie ist, die behandelt werden sollte, aber ich weiß nicht ob ich die soziale Phobie im Teenie Alter entwickelt habe und dadurch angefangen habe vor Nervosität zu stinken oder ob die soziale Phobie erst auf das stinken folgte ?? Die Bromhidrose wirkt wie ein riesiges Puzzle aus genetischen und erlernten Ursachen, für die es vielleicht auch gar kein Patentrezept gibt weil sie so komplex ist?

Naja, nebenbei probiere ich gerade noch das Baden in Epsomsalz aus, nachdem ich auf diesen thread gestossen war:
http://www.drarmpit.com/?q=node/482
In unserer Lage braucht man ja die kleinen, einfachen Hoffnungsschimmer zwischendurch :roll:

Lieben Gruß!

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Re: Verhaltenstherapie oder Psychotherapie - Erfahrung?

Beitragvon traum » 19.Feb 2018, 23:30

Das Epsomsalz sollte jeder mal ausprobieren. Ich bin auf den von dir verlinkten Beitrag auch erst vor ein paar Wochen gestoßen und habe das Epsomsalz daraufhin ausprobiert. Und ich konnte es selbst kaum glauben, aber ich badete an einem Abend darin und am nächsten Tag hatte ich KEINEN ... wirklich KEINEN Geruch. Ich habe nicht mal Deo oder sonst was benutzt.
Am darauffolgenden Tag war die Wirkung sogar noch ein bisschen da.

Leider leider war das eine einmalige Erfahrung. Nach den darauffolgenden Bädern hatte es keine Wirkung mehr.


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